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Punkte kaufen (Buy Points)

Sportwetten

Beim Punktekaufen zahlt der Wetter eine höhere Quote (Vig), um den Point Spread oder das Total um einen halben oder ganzen Punkt zu verschieben.

VonBetting Desk·Leitender Redakteur für Sportwetten

Geprüft vonKris Fawkes·Chefredakteur

Beim Punktekaufen zahlt der Wetter einen höheren Vig – er akzeptiert also eine schlechtere Quote – im Gegenzug dafür, dass er den Point Spread oder das Total um einen bestimmten Betrag zu seinen Gunsten verschiebt. Wettanbieter erlauben das typischerweise in halben oder ganzen Punktschritten. Konkretes Beispiel: Ein Favorit ist mit -3 zu einer Standardquote von -110 ausgeschrieben. Das Ergebnis genau auf dem Spread – ein sogenannter Push – kommt bei 3 Punkten Differenz überdurchschnittlich häufig vor. Deshalb kauft der Wetter den halben Punkt auf -2.5, wobei sich die Quote von -110 auf etwa -130 verschlechtert. Das Team muss nun nur noch mit 3 oder mehr Punkten gewinnen, statt wie zuvor mit 4 oder mehr. Der Schutz gegen den exakten Push kostet jedoch: Statt 110 Dollar muss der Wetter nun 130 Dollar riskieren, um 100 Dollar zu gewinnen. Wann lohnt sich das? Am meisten Wert hat der Punktekauf, wenn man eine sogenannte "Key Number" kreuzt – also eine Siegesmarge, die deutlich häufiger vorkommt als andere. Im American Football sind die wichtigsten Key Numbers 3 und 7, weil so viele Spiele durch ein Field Goal oder einen Touchdown entschieden werden. Den Spread von -3.5 auf -3 oder von -6.5 auf -7 zu verschieben, kann die Gewinnwahrscheinlichkeit spürbar verbessern. Die zentrale Abwägung: Der zusätzliche Vig muss durch die tatsächliche Steigerung der Gewinnchancen gerechtfertigt sein. Einen halben Punkt von einer bedeutungslosen Zahl wie -8 auf -7.5 zu kaufen, kostet meist mehr als es bringt, während der Kauf auf oder von 3 beziehungsweise 7 die Mehrkosten rechtfertigen kann. Häufiger Fehler: Punkte aus einem Sicherheitsgefühl heraus kaufen, ohne zu prüfen, ob man tatsächlich eine Key Number kreuzt. Wer das routinemäßig tut, zahlt dauerhaft überhöhten Vig für minimalen Mehrwert. Der Punktekauf ist ein Werkzeug für spezifische Situationen – kein Standard-Vorgehen. Vergleiche: Against the Spread, Betting Line, Cover.

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