Handicap
SportwettenHandicap-Wetten erklärt: virtuelle Vorsprünge, die ungleiche Duelle ausgleichen und die Quoten anheben.
VonBetting Desk·Leitender Redakteur für Sportwetten
Geprüft vonKris Fawkes·Chefredakteur
Eine Handicap-Wette verschafft einer Mannschaft einen virtuellen Vor- oder Nachteil bei Toren, Punkten oder Spielen, um ein ungleiches Kräfteverhältnis auszugleichen. Ein Handicap von −1 bedeutet, dass der Favorit mit mehr als einem Tor gewinnen muss; ein +1 bedeutet, dass der Außenseiter mit weniger als einem Tor verlieren, unentschieden spielen oder gewinnen darf und die Wette trotzdem aufgeht. Der Effekt: Bei einem starken Favoriten steigen die Quoten, weil ein klarer Sieg verlangt wird.
Ein durchgerechnetes Beispiel: Beim europäischen Drei-Wege-Handicap steht Team A auf −1 und Team B auf +1, mit dem Handicap-Unentschieden als drittem Ausgang. Gewinnt A mit 2:0, lautet der bereinigte Spielstand 1:0 und die Wette A −1 gewinnt. Gewinnt A mit 1:0, ergibt sich bereinigt 0:0, also gewinnt das Handicap-Unentschieden und sowohl die −1- als auch die +1-Wette verlieren. Siegt A mit drei oder mehr Toren, gewinnt A −1 souverän.
Handicaps sind wichtig, weil sie aus einer einseitigen Begegnung einen ausgeglicheneren, besser bepreisten Markt machen.
Ein häufiger Fehler ist die Verwechslung dieses europäischen Drei-Wege-Handicaps — ganze Zahlen, Handicap-Unentschieden möglich — mit dem Asian Handicap (AH), das gebrochene Linien wie −0,5 oder −1,5 nutzt und das Unentschieden ganz ausschließt. Prüfe stets, welche Variante du spielst. Siehe auch das Asian Handicap, den Point Spread, Draw No Bet und die Handicap-Wette.
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