Heads-Up
PokerHeads-Up bedeutet, gegen nur einen einzigen Gegner zu spielen. Heads-Up-Poker erfordert eine deutlich andere Strategie als Spiele mit mehreren Gegnern.
Heads-Up bedeutet, dass nur noch zwei Spieler um den Pot kämpfen — die prägende Situation am Ende eines Turniers und in eigens dafür angesetzten Heads-Up-Cash-Games. Die Strategie weicht stark vom Vollring-Spiel ab: Die Starthand-Ranges werden enorm breiter, die Aggression steigt, und die Position wechselt mit jeder einzelnen Hand, denn der Spieler am Button setzt den Small Blind und handelt vor dem Flop zuerst, danach zuletzt.
Ein durchgerechnetes Beispiel: Heads-Up eröffnet der Button/Small Blind vielleicht mit einem Raise oder Limp bei etwa 70-90 % aller Hände, gegenüber vielleicht einer 12-15-%-Range von Under the Gun an einem Neuner-Tisch. Den Big Blind zu leichtfertig aufzugeben wird gnadenlos bestraft, da ein unermüdlicher Gegner ihn bei jeder Hand attackiert und dich kampflos auslutscht.
Heads-Up-Spiel ist wichtig, weil es eine eigenständige Fähigkeit ist, die Turniere entscheidet — die letzten beiden Spieler stehen sich um den Titel heads-up gegenüber — und jene belohnt, die mit breiten Ranges und ständigem Druck umgehen können.
Der häufige Fehler ist, enge Vollring-Ranges in ein Heads-Up-Match zu übertragen und von den Blinds aufgerieben zu werden. Beachte zudem: Heads-Up selbst geht um die Differenz zwischen den beiden Spitzenpreisen, doch der Weg dahin wird am Final Table vom ICM geprägt. Siehe auch den Big Blind, den Small Blind, ICM, den Chip Leader und GTO.
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