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DGOJ (Spanien)

Regulierung

Die DGOJ (Dirección General de Ordenación del Juego) ist Spaniens Glücksspielbehörde, lizenziert Online-Anbieter und setzt strenge Werberegeln durch.

Die DGOJ (Dirección General de Ordenación del Juego) ist Spaniens nationale Glücksspielbehörde – die Stelle, die Online-Glücksspielanbieter lizenziert und die Regeln des Landes zu Werbung, Besteuerung und Spielerschutz durchsetzt. Sie ist dem Ministerium für Verbraucherangelegenheiten unterstellt und erteilt die allgemeinen und einzelnen Lizenzen, die erforderlich sind, um spanischen Einwohnern Sportwetten, Casino, Poker, Bingo und Gewinnspiele anzubieten; sie überwacht diese Anbieter über das .es-Domainregime. Ohne DGOJ-Lizenz zu operieren oder eine nicht lizenzierte Marke bei spanischen Spielern zu bewerben, ist illegal. Spanien ist vor allem für seine strengen Werbebeschränkungen bekannt. Das königliche Dekret von 2020 zur Glücksspielwerbung verbot Willkommens- und Anmeldeboni für neue Spieler, beschränkte Glücksspielwerbung im TV und Radio auf ein Zeitfenster von 1 bis 5 Uhr morgens und untersagte Prominenten-Werbung sowie Sportsponsoring – dadurch bleibt Anbietern deutlich weniger Spielraum, Angebote zu bewerben, als in den meisten anderen europäischen Märkten. Praxisbeispiel: Ein Affiliate, der eine auf Spanien ausgerichtete Website betreibt, muss bestätigen, dass jeder gelistete Anbieter eine gültige DGOJ-Lizenz besitzt, die im öffentlichen Register der Behörde unter ordenacionjuego.es überprüfbar ist, und darf keinen Willkommensbonus für Neukunden bewerben, da solche Angebote für nicht registrierte Nutzer verboten sind. Eine im Vereinigten Königreich legale Aktion „100 % bis 200 Euro" darf auf einer spanischen Seite nicht rechtmäßig als Hauptangebot beworben werden. Werbung muss zudem Alters- (18+) und Hinweise zu verantwortungsvollem Spielen enthalten. Warum das wichtig ist: Die DGOJ verhängt Bußgelder und Sanktionen sowohl gegen Anbieter als auch gegen Vermarkter, die ihre Bonus- und Werbegrenzen verletzen, und ihre Regeln unterscheiden sich stark von denen weniger streng regulierter Jurisdiktionen. Der häufigste Fehler ist die Annahme, eine EU-weite Lizenz erlaube einer Marke, spanische Kunden zu bedienen – ohne DGOJ-Lizenz ist das nicht der Fall. Vergleiche mit der ADM (Italien), der ANJ (Frankreich) und Spelinspektionen.

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