Wettbörse (Betting Exchange)
SportwettenEine Wettbörse führt Back- und Lay-Wetten direkt zusammen; der Betreiber verdient über Kommission statt über eine Marge in der Quote.
VonBetting Desk·Leitender Redakteur für Sportwetten
Geprüft vonKris Fawkes·Chefredakteur
Eine Wettbörse (betting exchange) ist eine Plattform, auf der Spieler gegeneinander wetten statt gegen einen Buchmacher. Ein Nutzer setzt auf einen Ausgang (Back-Wette), ein anderer hält dagegen (Lay-Wette) und nimmt diese Wette an; die Börse führt beide Seiten zusammen und hält die Einsätze. Der Betreiber baut keine Marge in die Quote ein, sondern berechnet eine Kommission auf den Nettogewinn.
Da die Quoten aus Angebot und Nachfrage entstehen und nicht von einem Quotenmacher stammen, ist die effektive Marge oft geringer als bei Festquotenanbietern. Die Liquidität entscheidet, wie viel tatsächlich zustande kommt: Eine Wette gilt erst als gematcht, der nicht gematchte Teil wird zurückgegeben.
Beispiel: Sie wollen 50 € auf ein Team zur Quote 3.00 setzen. Sind nur 30 € zu diesem Preis verfügbar, werden 30 € gematcht und 20 € bleiben offen, bis jemand dagegenhält oder Sie stornieren.
Die Risiken sind real: Eine Lay-Wette erzeugt eine Haftung, die größer ist als der Einsatz, und dünne Märkte bewegen sich stark.
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