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Selbstausschluss

Regulierung

Der Selbstausschluss erlaubt Spielern, sich freiwillig für einen Zeitraum oder dauerhaft vom Glücksspiel zu sperren. Lizenzierte Casinos müssen ihn umsetzen.

Der Selbstausschluss ist ein Instrument des verantwortungsvollen Spielens, mit dem sich eine Spielerin oder ein Spieler freiwillig für einen festgelegten Zeitraum vom Glücksspiel sperren lässt – häufig für sechs Monate, ein Jahr oder fünf Jahre, in manchen Fällen dauerhaft. Es ist eine der stärksten Schutzmaßnahmen überhaupt und richtet sich an Menschen, die erkennen, dass sie eine feste Barriere brauchen statt einer weicheren Begrenzung. Lizenzierte Anbieter sind gesetzlich verpflichtet, einem solchen Wunsch unverzüglich nachzukommen. Ist ein Selbstausschluss erst einmal aktiv, muss der Anbieter den Spieler für die gewählte Dauer am Wetten hindern und ihn aus dem Marketing entfernen. Entscheidend ist, dass der Ausschluss während des Zeitraums nicht auf bloßen Wunsch hin umkehrbar sein soll; gerade diese Unwiderruflichkeit ist der Sinn der Sache, denn sie nimmt die Möglichkeit, in einem Moment des Impulses zu spielen. Viele Rechtsräume betreiben zudem anbieterübergreifende Systeme wie GAMSTOP in Großbritannien, bei denen eine einzige Registrierung den Spieler von einer großen Zahl lizenzierter Seiten auf einmal ausschließt, statt Seite für Seite. Das unterscheidet den Selbstausschluss von den sanfteren Werkzeugen des verantwortungsvollen Spielens wie Einzahlungs- oder Zeitlimits, die eine Spielerin freier anpassen kann. Der Selbstausschluss ist als härterer Stopp gedacht, und gut geführte Systeme verpflichten Anbieter zusätzlich, für Personen auf der Liste keine neuen Konten zu eröffnen und ihnen keine Werbung zu schicken. Der häufige Trugschluss ist die Annahme, der Ausschluss bei einem Anbieter decke alles ab. Ein Ausschluss auf nur einer Seite lässt jede andere Glücksspielseite offen – deshalb existieren die anbieterübergreifenden Systeme, und deshalb wird oft empfohlen, sie mit Sperrsoftware auf Geräteebene zu kombinieren. Der Selbstausschluss wirkt am besten als Teil eines umfassenderen Plans, der Beratungsangebote und finanzielle Kontrollen einschließen kann, und wer dazu greift, sollte ihn als ernsten, bewussten Schritt behandeln und nicht als kurzfristige Abkühlphase.

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